IG Holzkraft begrüßt Initiative von BM Köstinger zur Bestandssicherung der Holzkraftwerke

Holzkraftwerke sind entscheidend für Erreichung der Klimaziele.

In der Klima- und Energiestrategie #misson2030 hat sich die  österreichische Bundesregierung das Ziel gesetzt, bis 2030 Strom zu 100% aus erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen. Zur Erreichung dieses sehr ambitionierten Ziels sind die Holzkraftwerke unverzichtbar. Die Regierungsparteien haben heute im Parlament einen Initiativantrag zur Sicherstellung des Betriebs der Holzkraftwerke eingebracht.
Bundesministerin Elisabeth Köstinger betont, dass sie die Existenz dieser Anlagen sicherstellen wolle. „Das stellt nicht nur erneuerbaren Strom und Wärme sicher, sondern auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum, aber auch in der Großstadt Wien“, so Köstinger.
Österreich ist in den letzten Jahren vom Stromexporteur zum Stromimporteur geworden, was dazu führt, dass Österreich in erheblichem Maße von klimaschädlichen, fossilen Energieträgern abhängig ist. „Wir begrüßen das Engagement der Frau Ministerin Köstinger und den  Initiativantrag ausdrücklich“, so der Vorsitzende der IG Holzkraft, Hans-Christian Kirchmeier. „Holzkraftwerke leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz und damit zum Erhalt unseres Lebensraumes“.
Kirchmeier weist aber darauf hin, dass die konkrete Ausgestaltung der Novelle des Ökostromgesetzes und der entsprechenden Verordnung  entscheidend sind für den Erfolg dieser geplanten Lösung und die Sicherung der rund 50 betroffenen Anlagen. „Es ist auf die besondere Situation der bestehenden Anlagen Bedacht zu nehmen, um den von der Politik gewünschten Erfolg zu erzielen“, so Kirchmeier.

 

Pressaussendung der IG Holzkraft zum Download: IG Holzkraft begrüßt Initiative von BM Köstinger zur Besstandssicherung der Holzkraftwerke

Presseaussendung des Bundesministerims für Nachhaltigkeit und Tourismums: Neue Regelung soll Bestand von Biomasse-Anlagen sichern

Presseaussendung der LK Österreich: Holzkraftwerke zur Bewältigung der Klimakrise unentbehrlich

Presseaussendung des Österreichischen Biomasse-Verbands: Holzkraftwerke sollen wesentlicher Teil der Stromwende bleiben

 

21. Österreichischer Biomassetag in Kufstein

Von 06. bis 07. November 2018 fand in Kufstein der 21. Österreichische Biomassetag statt. Vertreter der Biomassebranche, aus Politik und Wissenschaft trafen sich in alpiner Kulisse zum Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Greening the Strategies“.

Der Biomassetag ist jedes Jahr ein Fixpunkt im Kalender der gesamten Branche und so trafen sich auch heuer wieder Anlagenbauer, Heiz(kraft)werksbetreiber, Wissenschaftler, Politiker, Behörden- und Interessensvertreter. Als erster großer Moment des Tages erwiesen sich bereits die Eröffnungswort des Generalsekretärs des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) DI Josef Plank. GS Plank äußerte sich erstmals vor einem großen Auditorium zu den Bemühungen des BMNT um eine Übergangsregelung zur Sicherung der Nachfolgetarife für die Holzkraftwerke und formulierte konkrete Lösungsmöglichkeiten. Eine Aussage die im Publikum zu spontanem Applaus führte, obwohl GS Plank darauf hinwies, dass die erfolgreiche Umsetzung noch nicht gesichert sei.

Trotz des weitgefassten Veranstaltungsmottos „Greening the Strategies“ waren die Holzkraftwerke ein häufig aufkommendes Thema, sowohl in Vorträgen als auch der Podiumsdiskussion. Einigkeit bestand darüber, dass ohne Bioenergie im Allgemeinen und die Holzkraftwerke im Speziellen die Erreichung der #mission2030 nicht möglich ist. Darauf machte auch Hans-Christian Kirchmeier als Vertrete der IG Holzkraft in seinem Vortrag nochmals aufmerksam. Er rief zum Zusammenhalt der Holzkraftwerksbetreiber und zur Entwicklung eines neuen Selbstbewusstseins als relevanter Teil der Energiewende auf.

Wir sind zuversichtlich, dass einer der von GS Plank kommunizierten Lösungsvorschläge für die Holzkraftwerke sich als umsetzbar und erfolgreich verweist und wir auch beim 22. Österreichischen Biomassetag wieder auf die bedeutende Leistung der Bioenergiebranche verweisen können.

Den Tagungsband zum Download finden Sie hier.

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

Positionierung der IG Holzkraft zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz

Das Ziel der Bundesregierung ist klar: Am 01.01.2020 soll das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) in Kraft treten.

Höchste Zeit die Holzkraftwerke und ihre Anforderungen an das EAG in Position zu bringen. Gemeinsam mit Vertretern der Branche hat die IG Holzkraft daher eine umfangreiche Positionierung zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz erarbeitet.Denn ohne Holzkraftwerke gibt es keine Energiewende!

 

Die Positionierung zum Download: IG-Holzkraft Positionierung zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

Das Wirtschaftswunder

Holzkraftwerke leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung und zum Erhalt des Wirtschaftsstandorts Österreich. Sie sichern Arbeitsplätze und erwirtschaften Wertschöpfung vor allem in ländlichen Regionen.

Die österreichischen Holzkraftwerke garantieren über die gesamte Verarbeitungskette 6.400 Vollzeitarbeitsplätze. Die jährliche erzielte Wertschöpfung liegt bei rund 500 Millionen Euro. Welchen Beitrag die Holzkraftwerke für die österreichische Wirtschaft leisten erklärt der folgende Film:

 

Das war der Tag der offenen Tür im Heizwerk

Über 60 Biomasse-Heizwerke, darunter etliche Holzkraftwerke, haben am Nationalfeiertag ihre Türen geöffnet. Interessierten Besuchern wurde Information und Unterhaltung geboten.

Auf Initiative der Arbeitsgruppe Biomasse-Nahwärme (ABiNa) haben Biomasse-Heizwerke in ganz Österreich  dieses Jahr erstmalig gemeinsam den Tag der offenen Tür begangen. Ziel war es, alle interessierten Besucher über die Funktionsweise und Leistung eines Heizwerks und der Bioenergie im Allgemeinen zu informieren.

Angeboten wurden Werksführungen, Waldführungen und ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm. Die Bedeutung der Bioenergie für die Energieversorgung, die Wirtschaft und die Waldhygiene vor allem in Zeiten starken Borkenkäferbefalls wurde eindrücklich dargestellt. Das Interesse war durch alle Altersgruppen hindurch groß. Die Besucher nutzten gerne die Möglichkeit sich bei den Führungen ein eigenes Bild zu machen und mehr über die Zusammenhänge von Strom- und Wärmeproduktion und Waldbewirtschaftung zu erfahren. Als Ausgleich gab es gemütliches Beisammensein, kulinarische Verpflegung, Musik und manchmal auch etwas zu gewinnen.

 

 

Wir bedanken uns bei den Organisatoren und allen teilnehmenden Betrieben und freuen uns schon auf den nächsten Tag der offenen Tür im Heizwerk!

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

sichere Energieversorgung, sichere Arbeitsplätze

Was leisten Holzkraftwerke eigentlich? Sie erzeugen Strom und erneuerbare Wärme. Gut, aber ist das wirklich alles?

Nein, denn die Holzkraftwerke leisten noch viel mehr für Österreich als reine Energieerzeugung. Natürlich ist die Energieerzeugung wichtig. Um 100 % Ökostrom bis 2030 zu schaffen und uns unabhängig zu machen von Atomstrom und fossiler Energieerzeugung, brauchen wir in Österreich jedes einzelne Kraftwerk. Trotzdem haben Holzkraftwerke einen zusätzlichen Mehrwert. Dieser Mehrwert wird gerne übersehen, aber er ist bedeutend. Es geht um Arbeitsplätze und es geht um regionale Wertschöpfung.

6.400 Vollzeitarbeitsplätze sichern die Holzkraftwerke in Österreich, in den Werken selbst, in der Brennstofflieferkette, in Technologieunternehmen und in den Bereichen Administration und Dienstleistung. Diese Arbeitsplätze befinden sich zum Großteil im ländlichen Raum und leisten somit ihren Beitrag zur Stärkung der ländlichen Regionen.  Durch rund 1.000 Arbeitsplätze in der Technologieentwicklung und im Anlagenbau, wird Österreichs Technologieführerschaft im Bereich Bioenergie weiter gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Wirtschafts- und Know-How-Standorts Österreich geleistet.

Und was ist mit der Wertschöpfung? Zwischen 2003 und 2015 erwirtschafteten die österreichischen Holzkraftwerke über 6 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Das sind rund 500 Millionen Euro pro Jahr! Erwirtschaftet wird diese Wertschöpfung hauptsächlich in der Brennstofflieferkette, durch Investitionen und Betriebsaufwände und durch den Strom- und Wärmeverkauf. Mehr als 85 % der eingesetzten Brennstoffe und über 65 % der Anlagentechnik stammen aus Österreich. Dadurch verbleibt die erzielte Wertschöpfung zum größten Teil im Land.

Diese Zahlen zeigen deutlich auf: Holzkraftwerke haben einen nicht ersetzbaren Mehrwert! Holzkraftwerde leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung Österreichs, sie produzieren Ökostrom und erneuerbare Wärme. Zusätzlich haben Holzkraftwerke einen großen volkswirtschaftlichen Nutzen. Der Erhalt und Ausbau der Holzkraftwerke ist also nicht nur für die zukünftige Energieversorgung wichtig, sondern auch für die österreichische Volkswirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums.

Es geht um mehr als nur um Strom!

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

 

 

Quelle: Volkswirtschaftliche Bedeutung von Ökostromanlagen auf Basis fester Biomasse in Österreich, Österreichische Energieagentur, 2017

Jetzt Petition für Holzkraftwerke unterstützen!

Der Stromverbrauch in Österreich steigt an und mit ihm die Abhängigkeit von Stromimporten. Trotzdem gibt es keine Lösung für die Holzkraftwerke. Eine Petition will jetzt auf die untragbare Situation aufmerksam machen und sucht Unterstützer!

Während Österreich noch immer Kohlestrom und Atomstromimporte benötigt, um seinen stets steigenden Strombedarf zu decken, stehen die klimaneutralen heimischen Holzkraftwerke aufgrund mangelnder gesetzlicher Regelungen vor dem Aus. Zusätzliche Brisanz gewinnt dies durch die aktuelle Borkenkäferkatastrophe. Ohne die Verwertungsmöglichkeiten des Schadholzes in Holzkraftwerken wird sich die Situation für unseren Wald und die davon lebenden Familien noch weiter verschärfen. Daher hat Abg.z.NR Martina Diesner-Wais eine Petition zur raschen Umsetzung einer Übergangsfinanzierung für Holzkraftwerke eingebracht.

Bitte unterstützen Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift!

 

Den genauen Worlaut der Petition finden Sie hier.

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

 

Langsam wird es eng!

Der Herbst hat jetzt auch nach der astronomischen Definition bereits begonnen, das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und noch immer ist die Frage der Nachfolgetarife für die Holzkraftwerke ungeklärt. Politische Bereitschaft wurde bereits verkündet, jetzt ist es Zeit zu handeln!

Lange Wartezeiten können wir uns nicht mehr erlauben, denn 2019 ist der Point of no return erreicht. Die Holzkraftwerke, die in diesem Jahr ihren Tarif verlieren, machen rund 45 % der installierten Leistung aus und der allergrößte Teil davon, wird den Betrieb einstellen. Das ist nicht nur nicht wenig, das ist horrend viel! Sind diese Kraftwerke erst einmal außer Betrieb, ist eine erneute Inbetriebnahme schwierig und teuer. Je länger die Wartefrist bis zu einer neuen Lösung dauert, desto höher steigen die Kosten. Kosten für Wartung und Reparaturen, aber auch Kosten für CO2-Emissionen, die Österreich sich sparen könnte, wenn wir auf das Potential setzen würden, dass wir heute schon haben. Denn die betroffenen Holzkraftwerke sind noch lange nicht am Ende ihrer technischen Lebensdauer angekommen, die meisten könnten mindestens noch einmal so lange Strom produzieren, wie ihre bisherige Laufzeit. Die Stilllegung dieser Kraftwerke ist nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine desaströse Entwicklung, denn hier werden Vermögenswerte und Arbeitsplätze vernichtet. Es geht um mehr, als nur um Strom!

Die einzig sinnvolle Lösung: sichere Nachfolgetarife für die Holzkraftwerke – und das unverzüglich!

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

IG Holzkraft Vorstand neu gewählt!

Im Rahmen der Mitgliedervollversammlung im Sommer 2018 wurde der Vorstand der IG Holzkraft neu gewählt. Im Vorstandsteam befinden sich jetzt:

  • Hans-Christian Kirchmeier, Vorsitzender des Vorstands
  • Karl Fiedler, Vorstand
  • Peter Fercher, Vorstand

Die IG Holzkraft freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und bedankt sich bei allen Mitgliedern!

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!

Sektorkopplung auf allen Ebenen

Holzkraftwerke sind ein Musterbeispiel der Sektorkopplung. Aber dabei geht es nicht nur um Strom und Wärme. Die positiven Eigenschaften der Holzkraftwerke reichen weiter, als man denkt.

2 Milliarden kWh Ökostrom haben die österreichischen Holzkraftwerke im Jahr 2017 ins Netz eingespeist. Das sind rund 20% der gesamten Ökostromproduktion. 600.000 Haushalte könnnen österreichweit mit diesem Strom versorgt werden.

Im Durchschnitt erreichen Holzkraftwerke heute 6.500 Volllaststunden pro Jahr. Ein Drittel der Anlagen schafft 8.200 Volllaststunden. Der niedrigere Durschnittswert bei den Volllaststunden ergibt sich aus der wärmegeführten Produktion in vielen Kraftwerken. Es wird nur dann produziert, wenn auch Wärme nachgefragt wird. Gerade bei der Versorgung von Fernwärmenetzen ist der Bedarf im Sommer deutlich niedriger als im Winter, eine Lastreduktion lohnt sich also. Versorgt eine Anlage hingegen einen Industriebetrieb mit Prozesswärme kann der Bedarf das ganze Jahr durch gleich hoch sein.

Die Wärmeproduktion ist ein wichtiges Thema für die Holzkraftwerke. Bei Holzkraftwerken handelt es sich in der Regel um Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen. Das bedeutet, in diesen Anlagen wird gleichzeitig Strom und Wärme produziert, ein Musterbeispiel der Sektorkopplung wie sie in der #mission2030 von der Bundesregierung gefordert wird. 2017 produzierten die Holzkraftwerke 3,7 Mrd. kWh erneuerbare Wärme, das sind 34 % der erneuerbaren Fernwärme und 15 % der gesamten Fernwärmeproduktion in Österreich. Der Beitrag der Holzkraftwerke zur Wärmeversorgung ist bedeutend, denn bereits mehr als ein Viertel aller österreichischen Haushalte heizen mit Fernwärme, Tendenz steigend.

Spricht man heute von Sektorkopplung im Energiebereich, denkt man zunächst an die Kopplung der Strom- und Wärmeproduktion oder die Nutzung elektrischer Energie im Verkehrssektor. Die Holzkraftwerke heben die Sektorkopplung jedoch auf eine weitere Ebene. Sie sind ein wichtiger Partner der Forstwirtschaft und tragen wesentlich zur Schadholzaufarbeitung und zur Holzmobilisierung bei. Holzkraftwerke kaufen minderwertige Holzqualitäten und Holzarten, die ansonsten keinen Käufer finden. Dadurch erhalten diese Sortimente einen Preis, ihre Nutzung wird attraktiv. Das ist besonders wichtig, wenn es sich um Schadholz handelt. Denn zur Vermeidung von Borkenkäferkalamitäten sind Waldpflegemaßnahmen unumgänglich. Durch die Abhame von niederwertigen Holzsortimente und Schadholz leisten die Holzkraftwerke einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Verbesserung der Waldhygiene. Heute werden bereits 40 % des gesamten Waldhackguts in Österreich von Holzkraftwerken abgenommen. Ohne die Nachfrage der Holzkraftwerke käme es zu einem Abfall der Waldhackgutpreise mit negativen Auswirkungen auf alle Holzsortimente.

Das Beispiel der Holzkraftwerke zeigt: Sektorkopplung geht weiter als man im erster Augenblick vielleicht denkt. Und darum gilt:

Wer Ökostrom abdreht, dreht nicht nur Atomstrom auf, sondern gefährdet auch die Wärmeversorgung und die Waldhygiene!

 

Liebe Grüße von Ihrer IG Holzkraft!