Ausgabe 36: Holzmarkt – ein Update

Holzkraftwerke sind auf eine verlässliche Rohstoffversorgung angewiesen, da ihre Energieerzeugung unmittelbar vom verfügbaren Brennstoff abhängt. Die Qualität und Verfügbarkeit dieser Sortimente bestimmen die Brennstoffkosten und wirken sich damit direkt auf die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs aus.

Bereits in den Ausgaben 17 und 24 von Holzkraft recherchiert haben wir die Preisentwicklung zentraler Sortimente am Holzmarkt verfolgt. Daran knüpfen wir an und aktualisieren die fortgeschriebene Datenreihe für Rundholz, Hackgut, Faser- und Schleifholz sowie Pellets. Diese Auswahl bildet die für Holzkraftwerke maßgeblichen Brenn- und Rohstoffmärkte ab; Pellets dienen in diesem Kontext als aussagekräftiger Marktindikator entlang der Wertschöpfungskette.

Die fortgeführten Daten zeigen, dass sich der Holzmarkt über das Jahr 2024 hinweg und bis in das Jahr 2025 stabil entwickelt hat. In allen relevanten Kategorien liegen die Werte klar über dem Ausgangsniveau von 2019, bewegen sich aber seit mehreren Monaten ohne größere Ausschläge. Rundholz erreicht aktuell rund 152 Prozent des Vergleichsjahres 2019. Dieser Wert spiegelt mehrere Entwicklungen wider: eine in Teilen höhere Nachfrage der Sägeindustrie nach frischem Nadelsägerundholz, regional unterschiedliche Einschlagsmengen sowie ein insgesamt knappes Angebot in einigen Beschaffungsgebieten. Diese Faktoren wirken sich je nach Region unterschiedlich aus, erklären aber in Summe das anhaltend hohe Preisniveau in der Rundholzkategorie unserer Datenreihe. Pellets liegen stabil bei rund 126 Prozent, getragen durch kontinuierliche Abnahmemengen und konstante Produktionsbedingungen. Faser- und Schleifholz liegt bei rund 117 Prozent. Der gleichmäßige Verlauf dieser Kategorie ergibt sich aus einer stabilen Nachfrage im Industrieholzbereich und einer kontinuierlichen Abnahme der verfügbaren Mengen, was sich indirekt auf die gesamte Rohstoffsituation im Energieholzmarkt auswirkt. Hackgut, der zentrale Brennstoff für Holzkraftwerke, liegt bei etwa 106 Prozent und zeigt seit Monaten nur geringe Schwankungen. Die Werte verdeutlichen, dass sich der Markt insgesamt auf einem erhöhten Preisniveau eingependelt hat.

Aus den aktuellen Marktinformationen ergibt sich kein Hinweis darauf, dass die Preise kurzfristig deutlich sinken. Die Nachfrage in den relevanten Sortimentsbereichen bleibt stabil und die Versorgungssituation überwiegend ausgeglichen, auch wenn witterungs- oder konjunkturbedingte Marktschwankungen weiterhin möglich sind.

 

Fakten:

„Für Holzkraftwerke bleibt die Entwicklung der Rohstoffpreise ein zentraler Faktor, weil sie über wirtschaftliche Planungssicherheit und langfristige Betriebsperspektiven entscheidet.“

„Die aktuellen Preisreihen zeigen ein dauerhaft hohes Marktiveau ohne größere Ausschläge, das sich seit 2023 weitgehend verstetigt hat.“

„Regionale Unterschiede bei Rundholz und Hackgut verdeutlichen den Einfluss lokaler Einschlagsmengen, Transportwege und saisonaler Verfügbarkeiten auf die Brennstoffkosten.“

Quellen:

  • holzkurier.com