Ausgabe 9: Beton mit Biokohle
Beton ist schon seit geraumer Zeit ein hart umstrittenes Thema. Von der Diskussion um Flächenversiegelung und Hitzeinseln einmal abgesehen, ist vor allem der CO2-Ausstoß bei der Produktion des Baustoffes ein relevantes Thema.
Ein wichtiger Bestandteil von Beton ist Zement. Die Zement-Herstellung ist allerdings einer der emissionsintensivsten Industrieprozesse. Deshalb ist der Klimaschaden, der durch die Verwendung von Zement entsteht, beträchtlich: 8 % der globalen Treibhausgasemissionen werden durch die Zementherstellung verursacht.
Hier gibt es Ansätze, die nicht nur den Emissionsausstoß bei der Produktion selbst reduzieren sollen, sondern auch dazu beitragen können, Kohlenstoff im Material zu speichern. Also eine langfristige Speichermöglichkeit für CO2 bieten können.
Doch was hat Beton eigentlich mit uns als IG Holzkraft zu tun? Eine ganze Menge! Denn der Stoff, der den Zement ersetzen soll, kann in Holzgaskraftwerken als „Nebenprodukt“ anfallen. Hier geht es um die Biokohle. Neben anderen Einsatzmöglichkeiten, wie Düngemittel oder Filter, wird sie nun versuchsweise Beton beigemischt und kann dazu beitragen, dessen CO2-Bilanz zu verbessern.
Abbildung Beton mit Biokohle
Mehr zum Thema Biokohle finden Sie auch in unserem Newsletter: Ausgabe 2/2021
Grafische Darstellungen:
Die Argumente:
„Durch den Einsatz von Biokohle kann sich die CO2-Bilanz von Beton gegenüber herkömmlichen Mischungen verbessern.“
„Zur Erreichung der Klimaziele ist auch in der Baubranche ein derartiges Umdenken vonnöten.“
„Holzgaskraftwerke können mehr als „nur“ Strom- und Wärmeerzeugung.“
„Durch die veränderte Zusammensetzung werden weder die Qualität von Druckfestigkeit noch Oberflächeneigenschaften negativ beeinflusst“
Quellen:





