Stillstand auf der Klimabaustelle

Österreich auf dem Weg die Klimaziele 2020 zu verfehlen

Derzeit ist völlig unklar, wie die Klima- und Energiepolitik ab 2020 gestaltet sein wird. Ob die Klima- und Energieziele im nächsten Jahr überhaupt erreicht werden, ist höchst fragwürdig. Für die Zeit bis 2030 fehlt der gesetzliche Rahmen. Im nächsten Jahr wird der Photovoltaikmarkt um 30% einbrechen, hunderte Megawatt erneuerbare Energien warten auf den Startschuss und der Raus-aus-dem-Öl-Bonus ist ausgelaufen. Haushalte und Unternehmen haben keine Sicherheit für Investitionen für die nächsten Jahre. Erst kürzlich wurde der dafür gedachte Nationale Energie- und Klimaplan von der Europäischen Kommission ausführlich kritisiert. „Unerträglicher als die Hitze ist die Untätigkeit der Politik in Sache Klimaschutz. Wir brauchen eine ‚Politik for future‘ die endlich an einem Strang zieht und Klimaschutzverantwortung übernimmt“, so Peter Püspök, Präsident Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ).

Der Status quo der Klima- und Energiepolitik ist ernüchternd. Ob die Treibhausgasemissionen auf das gesetzlich definierte Maß reduziert werden können, sollte von politischer Lenkung und nicht vom Zufall abhängen. Wird viel gekühlt, viel geheizt oder viel gefahren, dann wird Österreich seine Treibhausgasziele verfehlen. Bereits heute ist klar, dass das im Energieeffizienzgesetz festgelegte Ziel für den Endenergieverbrauch um mehr als 10% verfehlt wird. Nach einem Rückgang des Anteils erneuerbarer Energien im letzten Jahr ist in diesem Bereich ebenfalls unsicher, ob Österreich seine Vorgaben erfüllt.

Da viele Gesetze und Maßnahmen im Jahr 2020 auslaufen, ist absehbar, dass ohne rasche Entscheidungen die schon bisher nachlässige Entwicklung nun für mindestens 18 Monate endgültig zum Stillstand kommt. „In einer Zeit, in der wir eigentlich einen Marathon laufen sollten, können wir nicht mit einer Pause beginnen“, so Peter Püspök. „Die Bevölkerung wird wohl kaum einsehen, dass Parteien mit dem Argument Klimaschutz Wahlwerbung betreiben und wenige Monate zuvor noch alle Chancen auf echte Maßnahmen verstreichen ließen.“

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Setzen wir ein Zeichen – Entrepreneurs for Future

Der Schutz unserer Natur und Heimat ist für uns alle ein wichtiges Gut. Die „Fridays for Future“ Bewegung zeigt, dass sich nicht nur Erwachsene mit dem Thema Klimaschutz und Klimakrise auseinandersetzen. Kinder und Jugendliche demonstrieren für eine saubere Zukunft und für die Rettung unseres Planeten. Auch wir als Unternehmen sollten unseren Beitrag für die Zukunft unserer Kinder leisten. Mit der Plattform „Entrepreneurs for Future“ können jetzt auch Unternehmerinnen und Unternehmen mit ihrer Unterschrift ein Zeichnen für den Klimaschutz setzen.

Aus unserem täglichen Handeln und Tun wissen wir wie wichtig es ist, klimaschonende Energie zu produzieren. Mit unserer vielseitigen Technologie, unserem Wissen und unseren Produkten über nachhaltige Erzeugung von Ökostrom legen wir schon jetzt einen Grundstein für eine saubere Zukunft.

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 haben sich alle Staaten dazu verpflichtet, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten. Als Produzenten von erneuerbarer Energie stehen auch wir hinter diesem Abkommen, und unterstützen die Forderungen mit der Unterzeichnung der „Entrepreneurs for Future“. Ähnlich der „Fridays for Future“ Bewegung können sich Kraftwerksbetreiber, Dienstleister aber auch Arbeiter beteiligen.

Folgende Forderungen werden hierbei unterstützt:

  • Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren, daher kohlenstoffarme Infrastruktur, Technologie und Produkte
  • Energiewende beschleunigen und Ausstieg aus der fossilen Energie
  • Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025
  • Eine Mobilitätswende, die auf Verkehrsvermeidung, öffentlichen Verkehr, umweltfreundliche und geteilte Verkehrsmittel sowie CO2-freie Antriebssysteme setzt.
  • Eine Agrar- und Ernährungswende, in Form von klimaschonender Landwirtschaft und Änderung des Ernährungs- und Konsumstils.
  • Kreislaufwirtschaft forcieren und vermehrt auf Rücknahme, Recycling und Wiederverwertung setzen.
  • Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups
  • Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz
  • Ein nachhaltiges Finanzsystem

Um diese Ziele zu erreichen, setzen wir uns jetzt mit unserem Wissen und unseren technischen Möglichkeiten ein. Dafür brauchen wir aber auch die politische Sicherheit in Form des Erneuerbaren Ausbau Gesetztes, das es uns ermöglicht, auch in den nächsten Jahren klimaschonend zu produzieren.

Machen auch Sie mit und unterzeichnen Sie die Stellungnahme „Entrepreneurs for Future“: https://www.entrepreneurs4future.de/