Beiträge

Ausgabe 5: Energiewende 1993-2019

Rund Dreiviertel des in Österreich erzeugten Stroms kommen aus erneuerbaren Quellen. Den mit Abstand größten Beitrag dazu leistet die Wasserkraft mit rund 60%. Bis 2030 sollen 100% des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Ein Sprung der nicht mehr sehr groß aussieht, aber doch ein ambitioniertes Ziel ist.

Ein wenig anders stellt sich die Situation bei der Wärme dar. Insgesamt verbrauchen wir deutlich mehr Wärme als elektrischen Strom und auch der Anteil der erneuerbaren Energien ist hier viel geringer. Nur rund ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs in Österreich wird heute aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Großteil davon sind biogene Energieträger.

Die aktuelle Ausgabe von Holzkraft recherchiert wirft einen Blick auf die Entwicklung der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung seit 1993.

Grafische Darstellungen:


Die Argumente:

„Um Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, muss der Fokus verstärkt auf die Wärmewende gelegt werden.“

„Gesteigerte Energieeffizienz und Energieeinsparung ist von ebenso großer Bedeutung wie die Schaffung neuer Erzeugungspotentiale.“

„Die konsequente Umsetzung des im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) festgelegten Ausbaupfads ist zur Erreichung des 100%-Ziels unerlässlich.“

„Die Wärmewende ist bisher vor allem eine Bioenergiewende.“

„Holz als Energieträger ist für die Erreichung der Klima- und Energieziele unverzichtbar.“

 

Ausgabe 4: Marktprämie

Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird das Fördersystem für erneuerbare Energien und damit auch für die Holzkraftwerke grundlegend überarbeitet. Zukünftig verkaufen die Anlagenbetreiber ihren erneuerbaren Strom selbst, z.B. über einen Stromhändler, und erhalten eine Marktprämie. Diese Prämie soll den Unterschied zwischen den Kosten der Anlagenbetreiber und dem Strommarktpreis ausgleichen.

Das Marktprämiensystem funktioniert für alle Holzkraftwerke gleich. Lediglich die Vergabe unterscheidet sich. Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 500 kW können die Marktprämie via Förderantrag bei der EAG-Abwicklungsstelle beantragen. Anlagen mit einer Leistung über 500 kW können sich an einer Ausschreibung beteiligen.

Die Funktionsweise des Marktprämiensystems und die wichtigsten damit verbundenen Begriffe haben wir für Sie zusammengefasst:

Grafische Darstellung:

Die Argumente:

„Der Betreiber/Die Betreiberin eines Holzkraftwerks ist selbst für die Vermarktung seines erzeugten Stroms zuständig.“

„Die Höhe der Marktprämie errechnet sich aus dem anzulegenden Wert und dem durchschnittlichen Marktpreis. Der tatsächlich vom Betreiber erzielte Strompreis wird nicht in der Berechnung berücksichtigt“

„Erzielt der Betreiber/die Betreiberin einen höheren Strompreis als den durchschnittlichen Marktpreis, bedeutet das einen höheren Erlös.“

„Erzielt der Betreiber/die Betreiberin einen Strompreis unter dem durchschnittlichen Marktpreis, bedeutet das einen geringeren Erlös.“

 

Ausgabe 3: Waldfläche

Seit 60 Jahren führt das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) regelmäßig die Österreichische Waldinventur durch. Die Waldinventur ist ein gigantisches Monitoringprojekt, das die Entwicklung der Waldfläche, des Holzvorrats, der Holznutzung und viele weitere Parameter zum Thema Wald in Österreich erfasst. Damit soll regelmäßig Auskunft über den Zustand der österreichischen Wälder gegeben werden.

In dieser Ausgabe von Holzkraft recherchiert haben wir einige Zahlen der Österreichischen Waldinventur für Sie aufbereitet und zeigen Ihnen, wie sich die Waldfläche in Österreich in den letzten 60 Jahren entwickelt hat:

Grafische Darstellung:

Die Argumente:

„Der Holzvorrat in Österreich beträgt laut Österreichischer Waldinventur 1.173 Mio. Vfm.“

„In Österreich wird weniger Holz geerntet als nachwächst, der Holzvorrat steigt.“

„Von allen Bundesländern verfügt die Steiermark mit 1,01 Mio. ha über die größte Waldfläche. Das Bundesland mit der kleinsten Waldfläche ist Wien mit 10.000 ha.“

„Die Größe der österreichischen Waldfläche (4,02 Mio. ha) entspricht ungefähr der gesamten Staatsfläche der Schweiz (4,13 Mio. ha).“

Quellen:

Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)

waldwissen.net

Unser Team – IG Holzkraft stellt sich vor

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne stelle ich Ihnen die IG Holzkraft und unser Team vor.

Die IG Holzkraft ist die Interessensvertretung der Betreiber von Ökostromanlagen auf Basis fester Biomasse in Österreich.

Unsere Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit mit Ökostrom und nachhaltig erzeugter Wärme. Denn unsere Kraftwerke werden hauptsächlich mit Holz aus Österreich betrieben und sind dadurch CO2-neutral. Durch den hohen Anteil an Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen leisten unsere Holzkraftwerke zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung in regionalen Nah- und Fernwärmenetzen. Der Vorteil unserer Holzkraftwerke ist, dass sie grundlastfähig und flexibel sind und auch dann Strom liefern, wenn Wind, Sonne und Wasser witterungs- und jahreszeitenbedingt eine geringere Produktion haben.

Die IG Holzkraft setzt sich für die Zukunftssicherung, den Fortbestand und die Realisierung weiterer Ausbaupotentiale ein. Wir erreichen unsere Ziele durch die Mitwirkung bei wissenschaftlichen Studien, Öffentlichkeitsarbeit, Interessensvertretung und Kooperation mit anderen nationalen und internationalen Organisationen. Zusätzlich unterstützen wir die Forschung und Entwicklung zur Steigerung der Effizienz von Holzkraftwerken.

 

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